Nach den Sommerferien wieder fit werden
August 19, 2026
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So gelingt der Wiedereinstieg ins Training
Die Sommerferien sind vorbei. Reisen, gutes Essen, Grillabende, weniger Training und vielleicht das eine oder andere Glas Wein haben bei vielen Menschen ihre Spuren hinterlassen.
Jetzt beginnt wieder der normale Alltag und damit kommt häufig der Gedanke: Ich muss wieder fitter werden.
Doch genau hier passiert einer der häufigsten Fehler. Nach mehreren Wochen mit weniger Bewegung versuchen viele, innerhalb kürzester Zeit wieder ihre alte Trainingsleistung zu erreichen.
Dabei ist ein kontrollierter Wiedereinstieg wesentlich effektiver.
Was passiert mit dem Körper während einer Trainingspause?
Wer zwei oder drei Wochen weniger trainiert, verliert nicht plötzlich seine gesamte Fitness.
Der Körper verändert sich jedoch etwas.
Möglich sind:
- geringere Belastungsverträglichkeit
- etwas weniger Kraft
- reduzierte Ausdauer
- veränderte Beweglichkeit
- schneller auftretender Muskelkater
Gleichzeitig kann eine Trainingspause durchaus positive Auswirkungen haben. Muskeln, Gelenke, Sehnen und das Nervensystem hatten mehr Zeit zur Regeneration.
Die Ferien waren also nicht automatisch verlorene Trainingszeit.
Wie schnell verliert man Muskeln?
Eine kurze Trainingspause führt normalerweise nicht zu einem dramatischen Muskelverlust.
Was viele nach den Ferien wahrnehmen, ist vielmehr ein verändertes Muskelgefühl.
Weniger Training verändert unter anderem die Glykogenspeicherung und damit auch die gespeicherte Wassermenge innerhalb der Muskulatur.
Die Muskeln können dadurch vorübergehend etwas weniger „voll“ wirken.
Das bedeutet nicht automatisch, dass grosse Mengen Muskelmasse verloren gegangen sind.
Warum du nicht sofort Vollgas geben solltest
Motivation ist nach den Ferien häufig besonders hoch.
Montag Krafttraining, Dienstag Joggen, Mittwoch wieder Krafttraining und am Wochenende noch eine intensive Trainingseinheit.
Das klingt motiviert, ist aber nicht unbedingt sinnvoll.
Nach einer Pause sollte sich der Körper zunächst wieder an die Belastung gewöhnen.
Ein zu schneller Einstieg kann zu:
- starkem Muskelkater
- Überlastungen
- Gelenkbeschwerden
- Müdigkeit
- Motivationsverlust
führen.
Wie sollte die erste Trainingswoche aussehen?
Beginne etwas leichter als vor den Ferien.
Eine mögliche erste Woche könnte so aussehen:
- Montag: leichtes Ganzkörpertraining
- Dienstag: Spaziergang oder lockeres Ausdauertraining
- Mittwoch: Regeneration
- Donnerstag: Ganzkörpertraining
- Freitag: leichte Bewegung
- Samstag: Outdoor Training, Schwimmen oder Velofahren
- Sonntag: Regeneration
Nach ein bis zwei Wochen kann die Trainingsintensität schrittweise erhöht werden.
Muss ich nach den Ferien eine Diät machen?
Nicht unbedingt.
Wer während der Sommerferien etwas zugenommen hat, möchte die zusätzlichen Kilos häufig möglichst schnell wieder verlieren.
Radikale Diäten sind jedoch selten die beste Lösung.
Viel sinnvoller ist die Rückkehr zu normalen Gewohnheiten.
Dazu gehören:
- regelmässige Mahlzeiten
- ausreichend Protein
- viel Gemüse
- möglichst unverarbeitete Lebensmittel
- genügend Flüssigkeit
- kontrollierte Portionsgrössen
Für den Fettabbau bleibt langfristig die Energiebilanz entscheidend.
Die Waage nach den Ferien kann täuschen
Zwei Kilogramm mehr auf der Waage bedeuten nicht automatisch zwei Kilogramm zusätzliches Körperfett.
Salzige Mahlzeiten, mehr Kohlenhydrate, Alkohol, weniger Bewegung und ein veränderter Tagesrhythmus können die Wassereinlagerung beeinflussen.
Auch gefüllte Glykogenspeicher binden Wasser.
Deshalb sollte man nach den Ferien nicht wegen einer einzelnen Zahl auf der Waage in Panik geraten.
Beobachte die Entwicklung über mehrere Wochen.
Setze dir realistische Ziele
„Bis nächste Woche müssen drei Kilogramm weg“ ist kein besonders gutes Trainingsziel.
Besser sind konkrete und kontrollierbare Ziele.
Zum Beispiel:
- dreimal pro Woche trainieren
- täglich ausreichend Schritte sammeln
- sieben bis neun Stunden schlafen
- genügend Protein aufnehmen
- mehr Wasser trinken
- Alkohol reduzieren
Diese Gewohnheiten beeinflussen langfristig das Ergebnis.
Krafttraining oder Cardio nach den Ferien?
Idealerweise werden beide Trainingsformen kombiniert.
Krafttraining unterstützt:
- Muskelaufbau
- Muskelerhalt
- Kraft
- Stabilität
Ausdauertraining verbessert:
- Herz-Kreislauf-Leistung
- Kondition
- Belastbarkeit
- zusätzlichen Energieverbrauch
Die Kombination aus Krafttraining, Ausdauer und alltäglicher Bewegung ist für die meisten Menschen besonders sinnvoll.
Vergiss die Regeneration nicht
Mehr Training bedeutet nicht automatisch mehr Fortschritt.
Der Körper benötigt zwischen den Trainingseinheiten ausreichend Zeit zur Anpassung.
Achte deshalb auf:
- genügend Schlaf
- Ruhetage
- ausreichende Ernährung
- Flüssigkeitszufuhr
- aktive Regeneration
Auch eine medizinische Massage kann bei muskulären Spannungen und erhöhter Belastung eine sinnvolle Ergänzung zur Regeneration darstellen.
Der Herbst ist eine hervorragende Zeit für neue Routinen
Nach den Sommerferien kehrt bei vielen Menschen wieder Struktur in den Alltag zurück.
Genau deshalb ist diese Zeit ideal, um neue Gewohnheiten aufzubauen.
Statt kurzfristig für den nächsten Sommerbody zu trainieren, kann jetzt die Grundlage für die kommenden Monate gelegt werden.
Wer im Spätsommer und Herbst konsequent beginnt, muss im nächsten Frühling nicht wieder bei null starten.
Fazit! Nicht perfekt starten, sondern konsequent bleiben
Nach den Sommerferien musst du weder eine radikale Diät beginnen noch jeden Tag trainieren.
Entscheidend ist, wieder Struktur in deinen Alltag zu bringen.
Beginne kontrolliert, steigere dein Training schrittweise und kombiniere Krafttraining mit Ausdauer, Bewegung, ausgewogener Ernährung und ausreichender Regeneration.
Der beste Trainingsplan ist nicht der härteste Plan, sondern derjenige, den du langfristig umsetzen kannst.
Bei M&G Coaching wird das Training individuell an deine körperlichen Voraussetzungen, deinen Alltag und deine persönlichen Ziele angepasst. So entsteht kein kurzfristiges Fitnessprogramm, sondern eine nachhaltige Strategie für mehr Kraft, Fitness und Gesundheit.
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